für Menschen im Konflikt zwischen BDSM und Christsein
Ziel dieser Bereichs:
- Gedanken für und wider BDSM
- Selbstannahme und Gottesannahme
- Ehrlichkeit gegenüber dem Partner
- Wie viele unerfüllte (BDSM-) Wünches will und kann ich auch hinnehmen?
- Zeugnisse anderen BDSM-Christen
Sexualität und die Bibel
- Bibel = lebensbejahend; körperorientierte Aussagen. Mensch als SUmme von Geist, Seele, Fleisch
- Biblischce Stellen zur Sexualität
BDSM und die Bibel
- Biblische Stellen zu BDSM ?
Unser Fazit
Wir sind überzeugt, dass der biblische Glaube nicht lustfeindlich ist.
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3 Kommentare
Ja zur Flagellation
Hallo Ihr Lieben,
die Antwort in wie weit meine Neigung von Gott akzeptiert ist habe ich erst spät erhalten. Zu BDSM kann ich nichts sagen, ich bin Spanker/Flagellant. Ob das zu BDSM zählt ist wohl Ansichtssache. Diese Neigung habe ich mit ca. fünf Jahren an mir festgestellt. Das ist bei Spankern oder Flagellanten, also die den klassischen Hinternvoll aktiv wie passiv nachspielen, in der Mehrheit so. Da stellt sich die Frage, ob diese Neigung vielleicht sogar genetisch bedingt ist. Beweise gibt es wohl nicht. Erziehungsfehler meiner Eltern diesbezüglich kann ich auch nicht feststellen. Und es gibt bei Flagellanten (diese Bezeichnung ist mir lieber) alle möglichen Facetten von Kindheitserlebnissen. Von keiner körperlichen Züchtigung über „normale Erlebnisse“ bis zur übermäßigen, ja brutalen Züchtigungen.
Ich fand mit ca. 25 Jahren zum lebendigen Glauben an Gott. An meiner Neigung hat sich seit dem nichts geändert (jetzt 55 Jahre). Ich habe mich überhaupt sehr schwer getan, diese Neigung für mich selbst als normal und nicht pervers zu akzeptieren. Über Jahre hinweg habe ich es ignorieren wollen bwz. verdrängt. Mit einem Christen wagte ich nicht darüber zu sprechen. Dann lebte ich mehrere Jahre ohne Gott. Erst vor ca. einem Jahr fand ich zurück zum lebendigen Glauben. Die Zeit der abermaligen Auseinandersetzung mit diesem Thema begann. Diesmal bewusst mit Gebet und Bibellesen. Zunächst einmal ist festzustellen, daß Gott ein natürliches Verhältnis zur körperlichen Züchtigung hat. Da gibt es ja mehrere Verse in den Sprüchen, die z.T. ganz klar den körperlichen Aspekt sehen. Nur hat das ja weniger mit Erwachsenen zu tun. Also habe ich mir in den Briefen des NT die Bibelstellen angesehen, die sich mit der Sittlichkeit befassen. Röm. 13,13+14, 1. Kor. 6, 19+20, Eph. 4,22-24, Eph 5,3+12-14, 1. Petr. 4,2+3. In Hebräer 12 wird dieses Bild noch einmal aufgegriffen – natürlich nur als bildliches Gleichnis.
Keine der genannten Bibelstellen greift wirklich. Ich habe angefangen diese Neigung auszuleben. Bis jetzt allerdings nur passiv. Ein schlechtes Gewissen oder Schuldempfinden hat sich nicht eingestellt. Mein Gebetsleben und Bibellesen ist seit dem in keiner Weise gestört. Seit der Pubertät gehört diese Neigung, wie auch immer ich dazu gekommen bin, zu meiner Sexualtät. Die Sexualtät ist von Gott gegeben und es kann nichts schlimmes sein, sie auch auszuleben. Denn eine unterdrückte Körperlichkeit ist der Bibel fremd. 1. Kor. 7,9, 1. Tim. 4,3.
Zu den Empfindungen der Neigung möchte ich noch ergänzen, daß natürlich die sexuelle Lust mit-schwingt, aber eher im Hintergrund. Ich möchte das eher als nachempfundenes Straferlebnis be-zeichnen. Bei jedem neuen Anflug versuche ich erst wieder der drohenden Züchtigung auszuweichen. Schließlich wird der Druck so groß das ich nachgebe. Es soll ja schließlich auch weh tun und Striemen gehören dazu. Ich lerne dabei den Schmerz nicht abzulehnen, sondern dankbar zu empfangen. Ich glaube fast Gott hat Gefallen daran, daß ich öfter eine körperliche Züchtigung über mich ergehen lassen muß, um wieder ins seelische Gleichgewicht zu kommen. Ich danke unserem Gott mich so er-schaffen zu haben. Das war nicht immer so…
Spanki
Psalm 139,15 nach Herrmann Menge:
Meine Wesensgestaltung war dir nicht verborgen,
als ich im Dunkeln gebildet ward,
kunstvoll gewirkt in tiefer Verborgenheit.
P.S. über Austausch darüber würde ich mich freuen
Lieber Spanki,
Lieber Spanki,
mich hat Dein Eintrag recht berührt; gerade vor allem dieses:
"Ich glaube fast Gott hat Gefallen daran, daß ich öfter eine körperliche Züchtigung über mich ergehen lassen muß, um wieder ins seelische Gleichgewicht zu kommen. Ich danke unserem Gott mich so er-schaffen zu haben. Das war nicht immer so…"
Mir stellt sich die FRage - und ich habe keine versteckte Antwort drauf - ob das wirklich so ist. Hat Gott es gerne (nicht sexuell gemeint, sondern wirklich als "wohlmeinend", dass man durch ein gewisses Mass an Leid auch wieder auf die gute Seite (z.B. seelisches Gleichgewicht) kommt? Irgemdwoe kommt einem Gott das areg grausam und selbstsüchtig vor, und dann wieder das glatte Gegenteil: wie ein Dom weiss er vielleicht wirklich, dass dies ein guter Weg ist.
Mir fällt spontant dazu der Leidensweg Christi ein. Der war ja auch alles andere als sanft. Geiselung, Kreuzigung etc... Schmerzen, Leid. Allerdings mit dem Ziel, Gott uns Menschen nahe zu bringen. MAg es sein, dass sich Gott auch durch "seelisches Gleichgewicht" zeigen will? Ich weiss es wie gesagt nicht, habe aber ab und an auch diesen Gedanken.
LG WaltKaye
Wo kann man hier Fragen
Wo kann man hier Fragen stellen,die mich als Christ mit meiner Veranlagung bedrücken?
L.G.kunofe