für BDSMler

Ziel dieses Bereichs ist, unser Verständnis von Kirche bzw. Glaube sichtbar zu machen, und dabei zu vermitteln, dass (aus unserem Verständnis):

  • man mit BDSM seine Freude haben kann und darf, auch wenn man an den Gott der Bibel glaubt
  • Wie kann ich mit einem gläubigen Menschen über BDSM reden, ohne ihn zu verletzen?
  • Was sind für gläubige BDSMler kritische Punkte, die im Sinne des SSC zumindest einmal angesprochen werden könnten? 

Baustelle

Wer sind BDSM-affine Christen eigentlich?

Eine schwierige Frage: die Welt ist so bunt, und die "Christen" sind es auch. Aber ein paar erste Gedanken zu typsichen Vertretern:

  • Christen, die BDSM voll und ganz bejahen können - BDSM als ein Geschenk Gottes für ihr Leben
  • Christen, die BDSM leben, aber unter BDSM auch (nicht im BDSM Sinne) leiden - BDSM als Lust und Last gleichermassen
  • Christen, die BDSM in sich tragen und dagegen (verzweifelt oder nicht) angehen - BDSM als persönliche Bürde
  • Christen, die BDSM in sich tragen, es leben wollen, aber keinen (christlichen) Partner dazu finden - BDSM als Suche

Alle diese Formen lassen sich finden (und es sind sicher mehr).

Und doch dürfte es - unserem Verständnis nach - eine Gemeinsamkeit dieser Christen geben: sie glauben an den Gott der Bibel. In der Regel ist das nicht einfach der Gott aus dem Alten Testament, der mit Feuerschwert regiert, sondern auch derjeinige, der die Menschen liebt und durch Jesus Christus alle Menschen von "Schuld" befreit hat zur Freiheit vor ihm un der Welt.

Dürfen Christen denn BDSM haben? Hat die Bibel nicht etwas dagegen? Das sind doch alle verklemmte Leute...

Wir - der AK SMuC - sind der Ansicht, daß Christen durchaus auch BDSM leben dürfen, wenn sie denn die persönliche Freiheit für sich selbst dazu gefunden haben. (vergleiche "Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und ihr Gewissen." (Titus 1,15))

Die Bibel bietet für die asymetrische Dom-Dub Beziehung einige Ansatzpunkte: "Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun." (1. Petrus 2, 13-14) und weiter in Vers 18 "Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen."

Wer ist "Herr"?

Für Christen gibt es in der Tat einen obersten Chef: Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist. Oh je, ist das nun einer, oder kann der Textschreiber nicht auf drei zählen?

Egal wie man das zählt - unterm Strich gibt es keinen "neben" Gott und keinen Nebengott. Auch der beste aller Doms ist dem Biblischen Gott der Liebe untergeordnet (selbst wen er es nicht weiss oder glauben will ;-).

Während im Spiel subbie zumeist problemlos zu Dom "Herr" resp. "Herrin" sagen kann, so gilt diese für Christen nicht als absoluter Begriff, sondern in Relation.

Dazu z.B. Matthäus 22, 37-39: " Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (vgl. 3.Mose 19,18).
 
TODO: weitere Textstellen über Gott als höchstem Herren

 

Spielen mit oder ohne Sex (GV)?

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Nutzung religiöser Formen und Symbole?

SSC beinhaltet - unabhängig vom Glauben eines Menschen - hoffentlich immer auch den Respekt der Person und dessen Einstellungen gegenüber. Safewords werden eingehalten. Grenzen erreicht, aber nicht nach Belieben des Doms gedehnt.

Mithin bedeutet das bei Christen, mit ihnen sich wenigstens kurz auseinanderzusetzen, was für den Einzelnen OK ist, und wo (auch religiöse) Grenzen liegen. Viele BDSM-Christen (wir behaupten nicht "alle") dürften z.B. mit einer sexuell geprägten Kreuzigungsszene in persönliche Konflikte geraten. Ein SSC-Dom sollte dies berücksichtigen und dann eben hier eine Grenze ziehen.

Umgekehrt - auch ein Dom kann ja Christ sein, und subbie erwartet nun eine sexuell geprägte "religiöse" Session. Auch hier muss es dem Dom möglich sein, solche Grenzen zu formulieren und zu ziehen. Vielleicht ergeben sich dadurch auch Gespräche jenseits des Spiels, die für beide einen interessanten und wohlmeinenden Austausch induzieren?

 

Tabus?

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